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Nach einem ausverkauften
Konzert in Londons berühmter Wigmore Hall schreibt die "Strad" bereits
im März 2002 "...ein Höhepunkt des Konzertjahres. Vorgetragen mit einem
Brio und Wagemut, den andere Quartette kaum einmal aufbringen, war das
Spiel der Henschels ebenso dicht an der Vollendung wie über jeden
Zweifel erhaben. Magisch!". Auch die FAZ beschrieb den jüngsten Auftritt
des Quartetts beim Rheingau Musik Festival als "Sternstunde der
Kammermusik.".
1994 gelang es den Geschwistern Henschel
mit Mathias Beyer-Karlshfj den idealen Cellopartner zu finden. Bereits
in den intensiven Studienjahren beim Amadeus Quartett und Prof. F.
Beyer, später bei Mitgliedern der Quartette Alban Berg, La Salle und
Melos, sahen sich die jungen Musiker mit höchsten internationalen
Ansprüchen konfrontiert. 1995 gewann das Quartett bei den
Internationalen Wettbewerben in Evian, Banff und Salzburg gleich fünf
Preise für die besten Interpretationen von Mozart bis zu
zeitgenössischen Werken. Ein Jahr später folgte in Osaka der Gewinn des
1. Preises und die Verleihung der Goldmedaille. Gefeierte Debüts in den
wichtigsten Musikzentren sowie ein umjubelter Einspringer für das
Juilliard Quartet in Londons Wigmore Hall, von der BBC live übertragen,
ebneten den Weg "in die 1. Liga der international führenden
Quartettformationen."(WAZ).
Das Quartett tritt inzwischen regelmäßig
in renommierten Kammermusikreihen auf und ist bei vielen bedeutenden
Musikfestspielen zu Gast, darunter Tanglewood/USA, Proms Concerts in
London, Schubertiade Feldkirch, Kuhmo/Finnland, Rheingau Musikfestival,
Schwetzinger Festspiele und Kissinger Sommer. Die neunte Japan Tournee
des Henschel Quartetts fand im April 2003 statt. Schon 2000 war beim
japanischen Fernsehsender NHK ein einstündiges Portrait über das
Ensemble erschienen.
Die Saison 2004 führt die Musiker in die
Wigmore Hall London, das Concertgebouw Amsterdam, das Tivoli Kopenhagen,
zur BBC nach Glasgow, in die Stuttgarter Liederhalle, auf die Wartburg,
zum Kreuther Musikfest u.v.a. Im März 2003 war das Henschel Quartett
einer Einladung des Goethe Instituts Inter Nationes in Melbourne zu
einer dreiwöchigen Australien Tournée gefolgt. Der große Erfolg dieser
Konzertreise führte zum spontanen Reengagement für Mai 2004. Einem
weiteren Höhepunkt des Jahres 2003, dem gefeierten Beethoven Zyklus in
Kopenhagens Tivoli im Sommer, folgte ebenfalls die unmittelbare
Einladung wieder zum Kammermusikzyklus im Juli 2004.
Das Henschel Quartett konzertierte u.a. mit Radovan Vlatkovic, Sharon
Kam, Eduard Brunner, Alfredo Perl, Christian Elsner und Magdalena
Kozena. Mit einigen jungen Komponisten entwickelte sich ein reger
Austausch, der zu Kompositionsaufträgen durch das Henschel Quartett
führte.
Seit 1998 gestaltet das Henschel Quartett jeden Sommer das erfolgreiche
Streicherfestival im Kloster Seligenstadt zusammen mit einem jeweils
wechselnden Gastensemble.
Unter den zahlreichen CD-Einspielungen
des Henschel Quartetts erhielt die Produktion der Mendelssohn
Streichquartette op. 44 Nrn. 1 und 2 (Mediaphon) den Preis der deutschen
Schallplattenkritik. Die vielbeachtete Einspielung der Ginastera
Quartette wurde von der "Grammophone" besonders ausgezeichnet. Bei Arte
Nova erschienen die Vol. 1 (opp. 12 und 80) und 2 (opp. 13 und 44/3) der
Gesamteinspielung der Mendelssohn-Streichquartette. Vol. 3 (opp. 44/1
und 2) wird in Kürze veröffentlicht. 2004 erschien, gemeinsam mit
Magdalena Kozena, bei der Deutschen Grammophon außerdem eine CD mit
Ottorino Respighis "Il Tramonto" und Werken von Erwin Schulhoff.
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